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Zukunftsblick(e) in der nördlichen Weser-Ems Region

Unter dem Motto „Zukunftsblick(e) – Lebendige Beispiele im ländlichen Raum“ fand in diesem Jahr die fünfte Exkursion der Allianz Ländlicher Raum im Projekt Gemeinde 5.0 statt. Diesmal führte die Reise in die nördliche Weser-Ems Region, in der unterschiedliche gute Bespiele ländlicher Entwicklungspraxis besichtigt wurden. Die ausgewählten Projekte, die vor Ort von den Projektverantwortlichen vorgestellt wurden, dienten den 20 ExkursionsteilnehmerInnen als Anregung und Diskussionsgrundlage eigener Projektideen.

Startpunkt der Exkursion waren die Berufsbildenden Schulen Wildeshausen, welche sich vor allem als einzige Plattdeutsch-Schule Niedersachsens mit „Platt in der Pflege“ einen überregionalen Namen gemacht haben. Die Lehrerin und Kunstpreisträgerin des Landkreises Oldenburg, Hella Einemann-Gräbert, engagiert sich seit 2012 dafür, dass angehende Pflegekräfte in der Schule Plattdeutsch lernen, um so später einen nachweislich viel besseren Zugang zu pflegebedürftigen alten Menschen zu bekommen. Um den Spracherhalt über den Schulbereich hinaus zu fördern, entwickelte sie Broschüren für die Bereiche Pflege, Landwirtschaft und Dienstleistung.

Anschließend ging es mit dem Bus von Wildeshausen in die Künstler- und Kulturgemeinde nach Dötlingen. Dort bekam die Gruppe Einblick in die Arbeit der Dötlingen-Stiftung, die Ende August ihr 20-jähriges Bestehen feierte. Um den nachfolgenden Generationen die Vergangenheit als einen bedeutenden Teil der Gegenwart zu erhalten und darüber hinaus als einen wichtigen Faktor für das zukünftige Leben zu vermitteln, haben engagierte Bürger im Juni 1999 die „Dötlingen Stiftung“ gegründet. Ihr Anliegen ist nicht nur die kulturelle Bestandsbewahrung, sondern auch die Unterstützung neuer, spannender und außergewöhnlicher Kulturprojekte mit hohem künstlerischem Niveau.

In Littel-Lethe besuchte die Gruppe den Gasthof Dahms, wo seit 110 Jahren Veranstaltungen und Verköstigungen stattfinden. Mit dem Dorfladen „Nah & Gut Markt“ ist die Familie Dahms bereits seit 1937 eines der ältesten Mitglieder der Edeka-Handelskette.

Die Fahrt führte weiter nach Hude, wo die TeilnehmerInnen das Areal der Klosterruine besichtigten. Auf dem Gelände des ehemaligen Klosters befinden sich mehr als 20 Bau- und Kulturdenkmale sowie Schutzgebiete. Das größte Einzelexponat ist die Klosterkirchenruine - ein „Bau- und Kulturdenkmal von besonderer nationaler Bedeutung“.

In Hude stand außerdem die Besichtigung der AMAZONE-Werke auf dem Programm. In der Lackieranlage wurde die Vielfalt der AMAZONE-Maschinen demonstriert, die nicht nur in der Landwirtschaft, sondern auch in der Park- und Grünflächenpflege sowie im Winterdienst Einsatz finden.

Den Abschluss fand die Exkursion in der Privatbrauerei Bannas in Wildeshausen – inklusive Führung und Verköstigung.

Mit dem 5. Regionalen Exkursionstag ist es wiederum gelungen, gute und innovative Beispiele ländlicher Entwicklungspraxis sichtbar und besondere Qualitäten von Projekten erfahrbar zu machen. Wir danken allen Projektträgern für die Möglichkeit, einen Einblick in die guten Beispiele sowie deren Genese bekommen zu haben.

Fotos: Wolter