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Ländlicher Raum ist Zukunft

- Einseitige Konzentration auf Metropole beenden

Anlässlich der Präsidiumssitzung des Niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes in Hannover hat der Hauptgeschäftsführer des DStGB, Dr. Gerd Landsberg, mehr Engagement der Politik für die ländlichen Räume gefordert. Die Politik fokussiert sich zu sehr auf die Metropole. Das geht an der Realität in Deutschland vorbei. Über 70 % der Menschen in Deutschland leben nicht in Großstädten, sondern in Mittelstädten und ländlichen Gebieten. Dort findet die überragende volkswirtschaftliche Wertschöpfung statt. Dort haben der Mittelstand und der Arbeitsmarkt sein Rückgrat und seine Basis. Fast 23 Mio. Arbeitsplätze mit 60 % aller Jobs sind in den ländlichen Regionen angesiedelt. Allein mit dem Tourismus sind rund 1,2 Mio. Arbeitsplätze im ländlichen Raum verbunden. Landsberg erhob folgende zentralen Forderungen:

-  Die Bundesregierung sollte die politische Koordinierung hinsichtlich der Erarbeitung einer nationalen Strategie zur Förderung und Entwicklung ländlicher Räume sicherstellen.

-  Die kommunalen Spitzenverbände müssen bei dem Konzept zur Entwicklung ländlicher Räume eingebunden werden, insbesondere gehören hierzu die Weiterentwicklung der Gemeinschaftsaufgabe "Agrarstruktur und Küstenschutz" sowie die Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur".

-  Die finanzielle Situation ländlicher Kommunen und ihre besonderen Aufgaben für die Infrastruktur und die Umweltpolitik müssten gesondert berücksichtigt werden.

-  Bei der ländlichen Entwicklung muss die öffentliche Daseinsvorsorge sichergestellt bleiben. Der Bund muss rechtliche Rahmenbedingungen zur Sicherstellung der flächendeckenden Versorgung mit öffentlicher Infrastruktur sicherstellen. Dazu gehören der Verkehr, die Banken und die Telekommunikation sowie die Gesundheitsversorgung. Flächendeckende Breitbandversorgung muss in einer Informationsgesellschaft eine Selbstverständlichkeit werden.

Der Bund wird aufgefordert, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf in den ländlichen Räumen ebenso zu gewährleisten wie in den städtischen Ballungszentren.

Die Zukunft unseres Landes liegt in einem gut entwickelten ländlichen Raum und in einem vernünftigen Miteinander von Stadt und Land, sagte Landsberg abschließend.

Kontakt:

Niedersächsischer Städte- und Gemeindebund, Thorsten Bullerdiek, Pressesprecher, Tel.: (0511) 30 28 544
Deutscher Städte- und Gemeindebund, Franz Reinhard Habbel, Pressesprecher, Tel.: (030) 7 73 07-225